Windows Server 2008 R2 bringt mit dem SP1 ein neues Feature für Remote Desktop mit: RemoteFX. RemoteFX verwendet die Hardware des Servers um die Grafikverarbeitung zu beschleunigen.

Für RemoteFX gibt es 2 Verwendungsbereiche:

 

1) RemoteDesktop Virtualization Host

Auf dem Host ist dafür folgendes notwendig:

  • SLAT-enabled CPU
    Zertifizierte Grafikkarte
    RemoteFX encoder
    Hyper-V

INFO: Wenn Live-Migration verwendet wird, müssen alle Server dieselbe Grafikkarte haben.

RemoteFX benötigt für die Grafikkarte einen WDDM Treiber, ist dieser nicht verfügbar (z.B. ILO), muss entweder die Grafikkarte im BIOS deaktiviert, oder der RemoteFX CAP-Treiber installiert werden. Bevor aber der RemoteFX CAP Treiber installiert wird, sollte der WDDM Treiber installiert und RemoteFX aktiviert sein. Danach kann der CAP Treiber über folgenden Befehl installiert werden:

dism /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Windows-RemoteFX-EmbeddedVideoCap-Setup-Package

Um den CAP Treiber zu deinstallieren reicht folgender Befehl: dism /online /disable-feature /featurename:Microsoft-Windows-RemoteFX-EmbeddedVideoCap-Setup-Package

Verwendet der Client mehrere Monitore, so muss folgende Tabelle bezüglich der RAM Benutzung auf der Grafikkarte beachtet werden:

 

Maximun resolution 1 monitor 2 monitor 3 monitor 4 monitor
1024 x 768 75 MB 105 MB 135 MB 165 MB
1280 x 1024 125 MB 175 MB 225 MB 275 MB
1600 x 1200 184 MB 257 MB 330 MB N/A
1920 x 1200 220 MB 308 MB N/A N/A
         

 

2) Remote Desktop Session Host

Damit RemoteFX für Remote Desktop Session läuft, muss der Prozessor zwingend das Feature SSE2 unterstützen. Zusätzlich kann noch ein sog. „Remote FX Hardware Decoder“ eingebaut werden um die Leistung zu erhöhen.

 

Grüße
dn

This post has been migrated from our earlier blog based on BlogEngine.NET.